Die gern-Studie

Gesundheits- und Ernährungsstudie in Deutschland

Es gibt nichts Wichtigeres ...

Es gibt nichts Wichtigeres als die Gesundheit. Darin sind sich die meisten Menschen einig. Aber was können wir tun, um gesund zu bleiben? Was ist das Geheimnis gesunder Menschen? Lassen sich Faktoren identifizieren, die der Gesunderhaltung der Bevölkerung entgegenstehen oder Faktoren, die die Gesundheit schützen? Welche wirksamen Maßnahmen könnten die Gesundheit der Bevölkerung verbessern? Die Gesundheits- und Ernährungsstudie in Deutschland – die gern-Studie – trägt dazu bei, Antworten auf diese Frage zu finden.

Für die Studie fahren vier Untersuchungsbusse zwei Jahre lang durch Deutschland: An 297 Orten, werden insgesamt 12.500 Menschen befragt, gemessen, gewogen, um Bioproben gebeten und verschiedenen Untersuchungen unterzogen. Bundesweit werden Frauen und Männer im Alter zwischen 18 und 79 Jahren nach einem wissenschaftlichen Zufallsprinzip ausgewählt und eingeladen, sich freiwillig an dieser großen und wichtigen Studie zu beteiligen. Die gern-Studie ist eine gemeinsame Studie des Robert Koch-Instituts und des Max Rubner-Instituts.

Ernährung und Gesundheit im Blick

„An apple a day, keeps the doctor away“ – Wie viel Wahrheit steckt in dieser Aussage? Das Besondere der gern-Studie ist die Verknüpfung von Ernährung und Gesundheit. Das gemeinsame Forschen zu diesen beiden Themen bündelt Ressourcen und ermöglicht einen großen Mehrgewinn an Wissen. Somit stehen zwei Bundesministerien hinter der Studie: Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und das Bundesministerium für Gesundheit.

Ziel der gern-Studie ist es, Informationen zu Gesundheitsstatus, Gesundheitsverhalten sowie Ernährungsstatus und Ernährungsverhalten der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland zu erfassen und zu beschreiben. Die Ergebnisse dienen unter anderem der Beantwortung wissenschaftlicher Fragestellungen und fließen in die Politikberatung ein, um für gesundheits- und ernährungsbezogene Präventionsmaßnahmen genutzt zu werden.

Kurz und knapp zusammengefasst: die gern-Studie

  • Zwei Bundesministerien forschen gemeinsam für eine gesündere Zukunft.
    Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat das Max Rubner-Institut (MRI), das Bundesministerium für Gesundheit das Robert Koch-Institut (RKI) mit der Durchführung der gern-Studie beauftragt. Die Zusammenführung von Gesundheits- und Ernährungsmonitoring verbindet die Kompetenzen zweier Bundesinstitute und führt zu wichtigen Synergien.
  • Die gern-Studie ist eine der größten und wichtigsten Ernährungs- und Gesundheitsstudien in und für Deutschland. Mehr als 12.500 Menschen im Alter von 18 bis 79 Jahren werden von 2020 bis 2022 an der bundesweit stattfindenden gern-Studie teilnehmen.
  • Die gern-Studie erhebt wissenschaftlich fundierte Aussagen sowohl zum Gesundheitszustand, dem Gesundheitsverhalten und zu Gesundheitsrisiken als auch zum Lebensmittelverzehr, der Nährstoffversorgung und zum Ernährungsverhalten der Bevölkerung. Die Ergebnisse gehen direkt in die Politikberatung ein.
  • Die Studie liefert für Deutschland repräsentative Daten. Ernährungs- und Gesundheitsdaten werden im Zusammenhang mit wichtigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen erfasst und ausgewertet.
  • Die Teilnehmenden werden nach einem wissenschaftlichen Zufallsverfahren ausgewählt. Dazu wird eine Stichprobe aus dem Einwohnermelderegister der beteiligten Städte und Gemeinden gezogen. Eine Teilnahme ohne Einladung ist aus statistischen Gründen nicht möglich.
  • Jede Person, aber auch die gesamte Gesellschaft profitieren von den wissenschaftlichen Erkenntnissen der gern-Studie. Die Verknüpfung der gewonnenen Daten liefert bundesweit einmalige Ergebnisse. Mit ihnen werden zum Beispiel konkrete Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Ernährung genauer erforscht. Dadurch können gesundheitsrelevante Entwicklungen und Probleme frühzeitig erkannt und geeignete Strategien entwickelt werden. Entscheidungsträger – beispielsweise in der Politik – werden damit in die Lage versetzt, Entscheidungen auf der Basis wissenschaftlicher Fakten zu treffen.
  • Die Teilnahme an der gern-Studie ist freiwillig und kostenlos. Gern besteht aus mehreren Untersuchungs- und Befragungsmodulen. Die Teilnahme an der gesamten Studie oder auch an einzelnen Elementen kann jederzeit abgelehnt werden. Durch eine Nichtteilnahme entstehen keinerlei Nachteile.
  • Privatsphäre und Datenschutz werden strikt gewahrt. Die Studiendaten werden pseudonymisiert ausgewertet, Rückschlüsse auf einzelne Teilnehmende sind unmöglich. Keinerlei Daten werden an kommerzielle Nutzer weitergegeben. Alle Abläufe sind transparent. Die Studienteams unterliegen zudem der Schweigepflicht.
  • Es lohnt sich, bei der gern-Studie mitzumachen. Die Teilnehmenden erhalten im Anschluss an den Termin im Untersuchungszentrum eine Rückmeldung zu ihren ganz persönlichen Untersuchungs- und Testergebnissen im Bereich Gesundheit. Als Dankeschön bekommen sie zusätzlich attraktive Gutscheine. Und natürlich nutzen die Ergebnisse der gern-Studie der gesamten Gesellschaft!